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Betrugs-SMS und Phishing:
Erkennen und richtig reagieren

Betrüger schreiben per SMS, WhatsApp, E-Mail oder rufen an. Sie wollen, dass Sie schnell und ohne Nachdenken handeln. Mit ein paar Regeln erkennen Sie die meisten Versuche sofort.

Von Julian Zink · Aktualisiert am · Lesezeit ca. 3 Min.

Woran Sie Betrug erkennen

  • Zeitdruck und Drohungen: „Ihr Konto wird gesperrt“, „letzte Mahnung“, „Zustellung gescheitert“.
  • Ein Link zu einer unbekannten oder leicht abgewandelten Adresse, zum Beispiel mit angehängten Zusätzen wie „-service“ oder „24“.
  • Sie erwarten gerade kein Paket oder haben bei diesem Anbieter kein Konto.
  • Die Aufforderung, Zahlungsdaten, Passwörter oder TANs einzugeben, oft für eine angebliche Gebühr.
  • Unpersönliche Anrede, Rechtschreibfehler oder ein unbekannter Absender.

Typische Maschen

  • Paket-SMS: Eine falsche Zustellmitteilung mit Link und einer kleinen Gebühr.
  • Bank- und Sparkassen-Nachrichten: Angeblich gesperrte Konten oder Sicherheitsprüfungen, die zu einer gefälschten Anmeldeseite führen.
  • „Hallo Mama / Hallo Papa“: Eine Nachricht von einer unbekannten Nummer, angeblich vom Kind mit neuem Handy, mit der Bitte um eine Überweisung.
  • Falsche Rechnungen oder Abos per E-Mail mit Anhang oder Link.
  • Anrufe von angeblichen Bankmitarbeitern, Polizei oder „Microsoft-Support“, die Zugang zum Rechner oder Zahlungen verlangen.

So reagieren Sie richtig

  1. Nicht auf den Link tippen, keine Anhänge öffnen und nicht antworten.
  2. Nicht die Nummer in der Nachricht zurückrufen.
  3. Prüfen Sie bei Bedarf selbst: Paket über die Website des Paketdienstes, Bank über die App oder die Nummer auf Ihrer Bankkarte.
  4. Nachricht löschen. Verdächtige Mails und SMS kann man an die Verbraucherzentrale (phishing@verbraucherzentrale.nrw) weiterleiten, sie wertet sie für ihr Phishing-Radar aus.

Wenn Sie schon geklickt oder Daten eingegeben haben

Ruhig bleiben, es lässt sich meist viel retten, wenn Sie schnell handeln.

  1. Geben Sie nichts weiter ein und schließen Sie die Seite.
  2. Ändern Sie die betroffenen Passwörter, am besten von einem anderen, sauberen Gerät aus.
  3. Informieren Sie sofort Ihre Bank. Karten und Online-Banking-Zugang können Sie auch über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen.
  4. Prüfen Sie das Gerät mit einem Virenscanner, wenn Sie eine Datei oder App installiert haben.
  5. Bei einem finanziellen Schaden erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Allein das Öffnen einer Webseite richtet oft keinen Schaden an. Riskant wird es, wenn Sie Daten eingeben, eine App oder Datei installieren oder Berechtigungen erteilen. Im Zweifel lassen Sie das Gerät prüfen.

Vorbeugen

  • Zwei-Faktor-Anmeldung bei wichtigen Konten einschalten.
  • Betriebssystem, Browser und Apps aktuell halten.
  • Apps nur aus den offiziellen Stores installieren.
  • Einen Passwortmanager nutzen, er füllt Passwörter nur auf der echten Seite aus.
  • Im Zweifel erst fragen, bevor Sie klicken. Ein kurzer Anruf bei einer vertrauten Person spart viel Ärger.
Lieber machen lassen?

Gerät prüfen und absichern lassen

Unsicher, ob Ihr PC oder Ihr Handy noch sauber ist? Ich prüfe das Gerät, entferne Schadsoftware und sichere das System ab. Alles, was darüber hinausgeht, rechne ich als Soforthilfe im 15-Minuten-Takt ab.

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Häufige Fragen

Das werde ich oft gefragt

Was bedeutet Smishing?

So nennt man Phishing per SMS: Betrüger verschicken Textnachrichten mit Links, die zu gefälschten Seiten führen oder Schadsoftware verbreiten.

Darf meine Bank per SMS nach der TAN fragen?

Nein. Banken fragen nicht per SMS, E-Mail oder Anruf nach Passwörtern oder TANs. Geben Sie solche Daten nie auf Aufforderung weiter.

Ich habe auf einen Link getippt. Ist mein Handy jetzt infiziert?

Nicht automatisch. Entscheidend ist, ob Sie danach Daten eingegeben, eine App oder Datei installiert oder Berechtigungen erteilt haben. Dann sofort Passwörter ändern, die Bank informieren und das Gerät prüfen lassen.

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